nicht viel
Dezember 5th, 2007[current music: Alexisonfire - rough hands]
Es passiert nicht viel und doch irgendwie. Vieles mag man nicht schreiben, weil man es lieber selbst gern vergessen möchte. Und vieles lässt einen nicht gerade in einem guten Licht erscheinen.
Die letzten Tage habe ich mehr oder weniger in Unruhe verbracht. Und das nicht, weil man hier gerne mal nachts um 1 Uhr aus dem Bett geholt wird, weil irgendwelche Menschen meinen, in ihren Zimmern mit Feuer spielen zu müssen und man dann halb bekleidet 40 Minuten draußen stehen muss. Das war gar nicht so schlimm, zumal ich sowieso nicht schlafen konnte (siehe unten). Außerdem waren die Nachtbekleidungen anderer Nationalitäten teilweise sehr interessant anzuschauen. Aber besser schlafen konnte ich danach auch nicht.
Ich wollte mich am Sonntag mit Weihnachtsliedern von Schulchören, russischen Märchenfilmen, Plätzchen backen, weihnachtsmützentragenden, überdrehten Menschen und Unmengen an Weihnachtsschmuck malträtieren lassen, konnte aber nicht, weil ich es vorzog zwischen Toilette und Bett hin- und herzupendeln – von einer Todesaura umgeben. Unmittelbar vor dem Pendelverkehr hatte ich nämlich einen kleinen Gehunfall. Es war mir unmöglich mich bei meinem Sturz auf dem Hinterkopf mit den Händen abzustützen, da ich lieber eine Hand an meine Begleitung geheftet hatte (wer wen mit in die Tiefe riss, weiß ich nicht mehr) und in der anderen die geklaute Sonntagszeitung hielt.
Mein Fehler war dann, meine Mutter anzurufen, die pausenlos von Gehirnerschütterungen, platzenden Blutgefäßen und Querschnittslähmungen redete. Das hat nicht gerade zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Und die später einsetzenden Kopfschmerzen auch nicht, die aber sicherlich eher vom Schlafmangel herrühren, denn wer kann schon beruhigt zu Bett gehen, wenn er denken muss, dass jeden Moment irgendwas im Kopf platzen könnte.
Ansonsten passiert nicht viel. Meine Hauptbeschäftigung sind Konzertbesuche und Prüfungsvorbereitung. Hin und wieder blamiere ich mich auch oder stifte Verwirrung. Aber so ist das eben – das Leben.





