sickgirl

wege zum glück

April 27th, 2007

[current music: Placebo - bigmouth strikes again]

Gestern war ich noch fast dazu verleitet zu sagen, das sei hier wahrscheinlich die schönste Zeit unseres Lebens und wir merken es nicht einmal. Heute halte ich das für pathetisch und unwahr. Für eine Lüge. Wir merken schon richtig, dass wir nichts merken. Was auch, ist ja nichts. Es ist scheinbar so wenig, dass man sich den Rest einreden muss. Und darin bin ich gut, mir angebliche Intrigen, Geheimheiten und Verschwörungen auszudenken – die sich natürlich allesamt gegen mich richten. So gut, dass ich Seifenopern schreiben sollte.

ich hol dich hier raus

April 24th, 2007

[current music: Girls In Hawaii - found in the ground]

Auf meinem neuen Sofa kann man nur geknickt schlafen. Aber das sind wir ja immer. Und Schuld die Anderen.
Natürlich. Wer sonst.
Was sonst passiert ist? Eine Hummel hat mich in meinem Bett gestochen. Ich bin alle zwei Wochen für eine Woche krank, was ich nicht so gut finde und auch sonst keiner in meinem Umfeld. Außerhalb des Internets kann man ein bisschen gut leben. Der Nackenspoiler wurde entfernt. Keiner will mit mir auf’s Festival. Und überhaupt: Das Beste seit Ewigkeiten.
Gerade die E-Mail mit dem Betreff: Tiefer kann es nicht gehen. Doch, doch. Das kann es. Gerade jetzt. Und sowieso. Ist doch eigentlich alles prima.

leave the city and come home

April 12th, 2007

[current music: Boysetsfire - deja coup]

… und keiner geht hin …

April 12th, 2007

[current music: The Rakes - suspicious eyes]

Ich wusste lange nicht, wo mein zu Hause ist, nur wo die Heimat ist. Ich ahnte damals nicht, dass das nicht ewig eine Einheit bleiben wird. Ein paar Tage in der Heimat und ich weiß nun, das ist nicht mein zu Hause. Nicht mehr. Und wenn man sich in der Heimat beschwert, ich leugne sie, so hat man Unrecht. Ich leugne nicht, ich schäme mich nur.
Während die Alten beim Kaffee immer wieder und noch von damals reden, von Krieg, Stalin, Lenin und Honecker, hält die NPD fünf Kilometer entfernt in der Stadthalle einen Parteitag ab.
Der Bürgermeister ruft die Bürger und Bürgerinnen dazu auf, im Anschluss des NPD-Parteitages um 23 Uhr mit einem Besen zu erscheinen, um den braunen Dreck symbolisch wegzufegen. Es kommen genau drei Bürger und der Bürgermeister mit einem Besen, fünf Punks, die nach zehn Minuten wieder verschwinden, und etwa 300 Anhänger der NPD. Vielleicht habe ich auch was mit den Augen, denn die Antifa hat immerhin 180 Leute mit Besen gezählt. Überaus optimistisch. Aber heutzutage sehen ja sowieso alle gleich aus. Nur das mit den Besen macht mich stutzig.