sickgirl

Auf der Suche nach dem Inkontinenzlaken

Juni 28th, 2006

[current music: Kaizers Orchestra - min kvite russer]

So habe ich mir das vorgestellt: Ich betrete den Lidl und versuche dabei so unauffällig wie möglich zu sein. Am Besten nicht im Drehkreuz hängenbleiben, nix mitreißen und vor allem: leise sein. Dann schreite ich die einzelnen Gänge ab, betrachte betont interessiert diverse Lebensmittel und ganz unauffällig schweift mein Blick über diese im mittleren Gang aufgebahrten Dinge, die man sonst eher ignoriert bzw. sich in Gegenwart dieser fragt, wer solch Gerümpel kauft. Doch dieses Mal bin ich es, die etwas in dieser Klimbimsammlung sucht – und zwar: ein Inkontinenzlaken. Naturgemäß ist einem Menschen um die dreiundzwanzig so etwas peinlich. Sich als junge Frau ein Inkontinenzlaken zu kaufen, hat nichts anmutiges. Jeder, der diese Frau mit dem Laken unter dem Arm sieht, wird denken: Achje, das arme Ding pieselt ins Bett. Man wird lachen oder gar Mitleid empfinden. Aber wer kommt schon darauf, dass nicht sie, sondern ihr Kater Eigenschaften an den Tag legt, die eine Inkontinenzdecke von Vorteil werden lassen? Vermutlich eher wenige.
Jedenfalls stellte ich mir den Besuch im Lidl in etwa so vor. Vielleicht noch mit der Überraschung, dass das Laken nicht aufzufinden ist und ich eine Verkäuferin um Rat fragen muss.
Doch nun begab es sich glücklicherweise so, dass Miez, mein ehrenwerter und herzallerliebster Kater, seine urinalen Ausscheidungen im Griff hat. Plötzlich und unerwartet.
Kein Lidl-Besuch also. Noch mal Glück gehabt.

muster

Juni 26th, 2006

“Das ist noch so ein Unterschied zwischen Protestanten und Katholiken: für Katholiken ist die Kirche ein geweihter Ort, nie im Leben würden sie darin Essen zu sich nehmen, während Protestanten damit nicht so das Problem haben”, sagte sie, während ich Maoam-mampfend im Wetzlarer Dom, der eigentlich eine Stiftskirche ist, sitze und die Pietà anstarre. Wie schön sie doch ist. Wie unförmig er, Jesus, gestaltet scheint, mit den viel zu großen Händen und Füßen, das unecht wirkende Blut auf seiner Haut. Und doch gerate ich gerade in dem Moment innerlich darüber ins Schwärmen, dass das einfallende Sonnenlicht auf Jesus’ Gesicht ihn lebendig wirken lässt, als sie über den Standort der Figur, über die einfallende Sonne schimpft. Mein Maoam habe ich inzwischen in die Jackentasche gestopft und versucht, dabei so wenig wie möglich herumzuknittern, um nicht auch noch die Aufmerksamkeit der übrigen Leute auf mich zu ziehen. Ich fühlte mich wie ein Gotteslästerer; beruhigte mich dann aber damit, dass es nur Kaubonbons waren. Da besteht ja schon ein Unterschied, ob ich nun ein Wurstbrot oder ein Kaugummi in einer Kirche esse. Oder? Sicher war ich mir da nicht und eigentlich wusste ich, dass ich nur nach Ausreden suche, um das schlechte Gewissen wieder verschwinden zu lassen. Überhaupt, immer wenn mich jemand – berechtigt oder nicht – zurechtweist, laufe ich erst einmal einen Tag lang gekränkt herum. Gut, das mit der Kirche war jetzt nicht so wild, sie meinte mich bestimmt gar nicht (und wenn doch, meinte sie es sicherlich nicht böse), aber ein Tag zuvor, das war schrecklich: In einem Buchladen dieser Stadt, wo es Bücher gibt, die aussehen wie Mängelexemplare, aber keine sind. Dort nahm ich ein kurios ausschauendes Ding in die Hand, öffnete alles, was man daran öffnen konnte (es war eher ein kompliziert verpacktes Spiel mit Schatzkarte, Figuren und so als ein Buch) – bis die Verkäuferin mit der Igelfrisur kam, herumbrüllte und wild gestikulierte. In ihrer Rage stieß sie hervor, dass auf einem der anderen dieser kuriosen Buch-Spiele “Muster” (in Schriftgröße 10) steht. “Die Dinger gehen so schnell kaputt!”, rief sie. Sie kam kaum wieder zur Ruhe. Erst als ich das Ding wieder zusammengepackt und auf den Haufen zu den restlichen gelegt hatte und mir dachte “Na, wenn das so schnell kaputt geht, dann will ich’s gar nicht erst haben”, kehrte wieder Ruhe ein. Erschüttert wie ich war, wollte ich schnell den Laden verlassen, aber da ich nun alle Aufmerksamkeit auf mich gezogen habe, war es mir auch zu gefährlich den Laden wie ein geölter Blitz zu verlassen. Ich dachte, es käme lockerer, wenn ich noch gefühlte fünf Minuten da rumstehe, Reiseführer anglotze – allerdings ohne noch etwas in diesem Geschäft zu berührern – und interessiert tue. Das habe ich getan und bin dann schnellen Schrittes aus dem Laden raus, um den Rest des Tages etwas verstörter, von Selbstvorwürfen geplagt anzugehen.
So etwas passiert mir irgendwie oft. Viel zu oft. Und es nimmt mich ziemlich mit, wenn ich scheinbar Dinge tue, die andere derartig aufregen. Erst recht, wenn ich das mit mir vergleiche: Wann habe ich mal fremde Leute angeschrien? Selbst, als ich im Buchladen gearbeitet habe, bin ich nie wegen irgendwelcher Kunden – und es waren wirklich bekloppte darunter – ausgeflippt. Aber wie war das? Man soll nicht immer von sich auf andere schließen? Na gut, aber das hindert mich allerdings nicht daran, das Ganze immer noch persönlich zu nehmen…

LIVE-Blogging: England vs. Ecuador

Juni 25th, 2006

Ich gucke nun schon einmal im Vorfeld die Übertragung vor dem Spiel. Gerade wurde Rooney gefeiert. Crouch und Rooney – der Pitbull und die Bachstelze. Die, die Camilla und Charles von den Titelblättern vertreiben. Crouch spielt allerdings nicht. Warum? Keine Ahnung.
Gespielt wird in Stuttgart.

Wir sehen Beckhams Frau Victoria. Mal wieder. Ist auch verdammt wichtig.

Einmarsch der Spieler ins Stadion.
Rooney singt ja gar nicht mit!!! Wo gibt’s denn sowas?!
Und aus Ecuador singt gar niemand!

1. Spielminute: Ecuador hat Anstoß.
3. Spielminute: Ääh Gelbe Karte für Valencia. Oder?
4. Spielminute: Ich kläre gerade, wo das Tor der Engländer ist. Rechts. Und wo müssen die jetzt reinschießen?
6. Spielminute: Nachdem jetzt alles geklärt ist, kann’s richtig losgehen. Bei mir.
7. Spielminute: Irgendwie passiert ja gar nix. Wieso zur Hölle fährt bei der RTL-Live-Übertragung dauernd so ein glitzernder WM-Pokal durch das Bild?!
8. Spielminute: Einer dieser Ecuadorianer verlässt das Spielfeld, um den Ball zu holen und ärgert sich dann, wenn er gesehen und abgepfiffen wird.
10. Spielminute: Von der “Perle des proletarischen England” (Rooney über sich) sieht und hört man gar nix. Aaaah! Tenorio (oder so) aus Ecuador hätte fast ein Tor geschossen! Jetzt schon! Aber Ashley Cole hat’s vereitelt.
12. Spielminute: Ecuador darf nicht unterschätzt werden, so der Kommentator. Da hat er wohl recht.
13. Spielminute: Fast (*hust*) Tor durch Rooney.
15. Spielminute: Rooney hat schon wieder in Richtung Tor der Ecuadorianer geschossen. Sah aber eher aus, als hätte ein Mädchen geschossen.
16. Spielminute: Gerrard hat gut aufgepasst.
17. Spielminute: Gerrard hat in Richtung Tor geschossen, der Ball ist aber rüber gegangen.
18. Spielminute: Gelbe Karte für Terry. Er hat einen Ecuadorianer gerempelt.
19. Spielminute: Freistoß für Ecuador (Mendes?). Fast..
20. Spielminute: Freistoß durch Superstar Beckham.
21. Spielminute: Victoria Beckham mal wieder. Prominenteste Vertreterin der WAGs oder so. Wives and Girlfriends. Ahja.
23. Spielminute: Joe Cole von Tenorio zu Boden gebracht.
26. Spielminute: Die Engländer spielen sich den Ball gegenseitig zu, Spieler aus Ecuador setzt sich auf den Ball, um das Ganze zu unterbinden.
27. Spielminute: Erster Schuss von Lampard!
29. Spielminute: Der Trainer von Ecuador rastet aus, wieso auch immer. Sonst passiert nichts.
30. Spielminute: Freistoß von Mendes (Der Name wird sicherlich völlig anders geschrieben.) Méndez.
31. Spielminute: Sturz Terry.
32. Spielminute: Ideenloses Mittelfeldspiel bei den Engländern.
34. Spielminute: Crouch macht Dehnübungen und sich warm.
35. Spielminute: Freistoß Beckham. Das war wieder nix.
36. Spielminute: Carlos irgendwas kriegt die Gelbe Karte. Er hat Terry umgehauen. Tenorio! Carlos Tenorio. Wer auch sonst.
42. Spielminute: Boah, is das langweilig.

Erste Hälfte fertig! 0:0

47. Spielminute: Rooney brüllt den Assistenten mit der gelb-roten Fahne an.
49. Spielminute: Gerrard hätte fast ein Tor verursacht.
56. Spielminute: Rooney drückt alles beiseite! Massenkarambolage vor dem Tor, in dem die Engländer reinschießen müssen (rechts).
59. Spielminute: TOOOOOOOOOOOOOOR!!!!!!11!! Für ENGLAND! BECKHAM (Der kann ja doch was!) Freistoß.
62. Spielminute: Fast noch ein Tor durch Lampard.
63. Spielminute: Crouch, der “fußballspielende Storch” (Zitat: Kommentator) hat sich mittlerweile wieder hingesetzt.
65. Spielminute: Dank Robinson kein Tor für Ecuador.
66. Spielminute: Gelbe Karte für De La Cruz.
67. Spielminute: Wechsel bei Ecuador. Der kleinste Mann für Equador rein. Stolze 1,62 cm! Freistoß Ecuador. Tenorio ist raus.
71. Spielminute: Tenorio lümmelt sich auf dem Rasen neben dem Spielfeld.
72. Spielminute: Das WAR eine Riesenchance für Lampard. Leider viel zu hoch geschossen.
74. Spielminute: Abgefälschter Schuss Rooney. Wird allerdings vom Torwart bei Ecuador gefangen.
76. Spielminute: Wechsel bei England. Joe Cole geht, Carragher kommt!
78. Spielminute: Gelbe Karte für den Torhüter von England wegen Spielverzögerung. Ich wusste gar nicht, dass das geht.
81. Spielminute: Jetzt auch noch Gelbe Karte für Carragher. Wegen – wer hätte das gedacht – Spielverzögerung.
83. Spielminute: Robinson fängt einen Ball und tut sich weh.
86. Spielminute: Ecuador gefährlich nah am Tor der Engländer.
87. Spielminute: Beckham geht raus. Er kann nicht mehr. Lennon kommt rein.
89. Spielminute: Lennon zeigt, was er kann.
Nachspielzeit: 3 Minuten
92. Spielminute: Gerrard raus, Downing rein.

Fertig! England im Viertel-Finale!

1:0

Ein Krakenshirt

Juni 24th, 2006

Weil mein Designtalent ja nicht einfach so im Keller verschimmeln soll, kann man hier jetzt tolle Dinge einkaufen. (Motive und Farben werden natürlich noch ausgebaut.)
Vielleicht sind mir heute auch nur die Stiftskirchen, Klosterkirchen und Klöster aus dem 11. bis 13. Jahrhundert des Mittellahntals ein wenig zu Kopfe gestiegen. Verwunderlich wäre das ja nicht. Es war aber auch warm! Zumindest wenn wir nicht gerade durch kalte Gemäuer liefen, über Wandbemalungen diskutierten oder Halleluja mit einer Nonne sangen. Und die Radio-Fußball-Live-Übertragung, die auf der Exkursionsrückfahrt übertrieben laut durch den Bus schallte, war auch nicht ohne.


Einkaufen gehen!

Ankündigung

Juni 22nd, 2006

Hiermit möchte ich – auf mehrfachen Wunsch hin – ankündigen, dass ich am Sonntag, den 25. Juni ab etwa 17 Uhr, live zum Fußballspiel England : Ecuador bloggen werde. Eigentlich wollte ich das ja erst wieder tun, wenn Deutschland gegen England spielen, aber wer weiß, ob es dazu jemals kommen wird. Deswegen: Am Sonntag wird gebloggt, denn da habe ich Zeit.

England vs. Trinidad & Tobago

Juni 15th, 2006

Live-Blogging. JETZT! Das wohl erste Fußballspiel, das ich vollständig schauen werde! Ich werd meine Fachsimpelei auch im Zaum halten…

Noch eine Minute: Rooney sitzt auf der Bank oder so, das hab ich schon mal mitbekommen.
Das könnte spannend werde. Live-Blogging ohne Regeln zu kennen, ohne Spieler zu kennen.

18:01 Jetzt rennen alle los.
18:02 Crouch (? Lautschrift: Krautsch) erster Ballkontakt!!

(Ich schreibe jetzt mal lieber Spielminuten. Ist vielleicht sinniger.)

4. Spielminute: Torwart fängt Ball. Der rechte Torwart von mir aus gesehen. Hab leider nicht mitbekommen, welcher Torwart das war.
5. Spielminute: Oh fast. Torwart, ist wohl der von Trinidad & Tobago, hat schon wieder einen Ball gefangen.
6. Spielminute: Viktoria Beckham plus Sohn auf der Tribüne der Spielerfrauen. Ihr Mann müht sich in der Schwüle ab, laut Sprecher.
8. Spielminute: Einzelaktion von Gerrard. Hab ihn heute erst auf einer Pringles-Dose identifizert!
9. Spielminute: Ein Spieler aus T. & T. ist über einen Engländer gestolpert.
10. Spielminute: Beckham mit dem Kopf am Ball! Unglaublich, wo das doch so selten ist (laut Sprecher).
11. Spielminute: Fast ein Tor für die Briten. Jedenfalls sah das für mich so aus. Crouch kam irgendwie nicht an den Ball oder so.
13. Spielminute: Sprecher lästert über die Engländer.
14. Spielminute: Fast schon wieder ein Tor für England (Der Ball war in der Nähe des generischen Tors.). Michael Owen war am Start.
15. Spielminute: Fast ein Tor! Peter Crouch hat sich hinterlistig aus dem Hintergrund rangeschlichen und fast.. naja. Aber nur fast.
17. Spielminute: Foul. Gelbe Karte für Theobald aus T. & T.
19. Spielminute: Gelbe Karte für Whitley, dem neuen Spieler bei T. & T. Und Freistoß von Beckham. Ging aber nicht ins Tor.
21. Spielminute: Der Torwart, Robinson, aus Trinidad & Tobago fängt einen Ball.
23. Spielminute: Beckham versteckt sich.
25. Spielminute: Rooney lacht sich eins auf der Tribüne.
27. Spielminute: Yorke liegt auf dem Rasen. Zum zweiten Mal. Umgeknickt? Nein! Angeschossen von Gerrard! Dahin, wo es weh tut bei Männern. Yorke wird abgeführt.
29. Spielminute: Rooney wird zum Aufwärmen geschickt. Er hat sich vor 47 Tagen den Fuß gebrochen, daher ist es eventuell riskant diesen Spieler einzusetzen.
32. Spielminute: Verzweiflungsschuss von Gerrard.
34. Spielminute: FAST ein Tor für England. Ansonsten geht nicht so viel.
35. Spielminute: Eckball (hoffentlich heißt das so) für T. & T.
40. Spielminute: Lampard zeigt Einsatz. Die anderen nicht so.
41. Spielminute: Beckham schießt schwach in Richtung Tor. Ball wird vom T. & T. -Torwart natürlich gehalten.
43. Spielminute: T. & T. versucht per Kombinationsspiel die Briten zu provozieren. Laute Rooney-Rufe von den Rängen.
44. Spielminute: Der Ball nicht im Tor der Engländer, dafür aber Terry. Knappe Sache. 3 Minuten Nachspielzeit.
45. Spielminute: Beckham versteckt sich schon wieder.

HALBZEIT Spielstand: 0:0
Alle sind sich einig: Rooney würde helfen, denn die Engländer sind leicht zurückhaltend heute.
Weiter geht’s!

46. Spielminute: Oooh mir wurde gerade erklärt, dass die Seiten gewechselt wurden auf dem Spielfeld. Ohje. Hoffentlich bring ich nichts durcheinander.
47. Spielminute: Laufduell zwischen Jones (?) und John Terry.
52. Spielminute: Der ZDF-Sprecher gerade: “Michael Owen ist [...] wie ein gemütlicher Jogger durch’s Feld getrabt.” Das beschreibt gut die Form der Engländer im Allgemeinen heute, denke ich; soweit ich das beurteilen kann, aber die anderen sagen das ja auch.
55. Spielminute: Rooney! Gleich!! Vorher: Freistoß von Beckham! Kopfball Owen. Fast rein! Fast.
57. Spielminute: R O O N E Y! Die Hoffnung aller Fans! Owen haut ab. Außerdem: Lennon rein und irgendwer anderes raus.
60. Spielminute: Freistoß Beckham.
63. Spielminute: Foul Frank Lampard. Gelbe Karte. Uiuiui.
65. Spielminute: Sancho (?) hat Rooney gefoult.
68. Spielminute: Eriksson (Trainer von England) guckt etwas unfreundlich heute.
69. Spielminute: Lennon macht ein bisschen Action bei den Engländern. Jones raus und Glenn rein ( T. & T.). “Glenn der neue Maaaahn.” (ZDF-Sprecher)
70. Spielminute: Cole ist über seine eigenen Füße gestolpert.
74. Spielminute: Cole raus. Downing rein.
75. Spielminute: Der junge, 19-jährige Lennon zeigt Einsatz, ist “frech” und holt Bälle zurück.
76. Spielminute: Direktspiel Crouch – Lampard. Das erste heute oder so.
77. Spielminute: Frank Lampard, der heimliche Kapitän der englischen Mannschaft, ist scheinbar der einzige, der öfters mal Torchancen hat.
78. Spielminute: Zusammenprall vom Torwart von T. & T. und Cole. Ohje.
82. Spielminute: TOOOOOOOOOOOR! Crouch der 2-Meter-Mann! Eriksson freut sich heute zum ersten Mal. Er klatscht lustig in die Hände.
85. Spielminute: Es wird verhältnismäßig lange ein dicker Mann mit nacktem Oberkörper gezeigt, der auf der Tribüne tanzt. Auch mal ganz interessant.
87. Spielminute: Football’s coming home *sing*
89. Spielminute: Eriksson guckt verbissen wie eh und je und schreit ab und zu etwas. Auf dem Spielfeld geht nichts.
91. Spielminute: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOR!!!! Für England! Gerrard!
92. Spielminute: Da stand schon 2:1, aber ABSEITS. Daher 2:0 für England immer noch.

ENDE! England im Achtelfinale! 2:0! Und jetzt lasst uns den Bombertanz tanzen! :)

Fortsetzung: Vogelbesuch

Juni 15th, 2006

[current music: Lacrimosa - letzte ausfahrt leben]



Nein, ich bin nicht albern.

Ich weiß nur gerade nichts mit mir anzufangen, daher werde ich erzählen, wie es mit dem Vogel weiterging (auch wenn das in den Kommentaren ja schon angedeutet wurde):
Dank einer aufmerksamen Blogleserin haben wir erfahren, dass es sich bei dem Vogel nicht – wie ich erst vermutete -, um einen Greifvogel handelt, sondern um einen Mauersegler. Da lag ich ja fast richtig. Nachdem wir das nun wussten, wunderte uns auch nicht mehr, wieso er das tolle Futter, dass wir eigens für ihn gekauft hatten (Bio-Heidelbeeren und Bio-Äpfel), verschmähte. Auch meine für ihn gefangene Fliege, mochte er nicht essen. Das einzige, was er mochte, war sich an seinen Karton zu klemmen und rauszuschauen oder den Karton verlassen und mit hängenden Flügeln pinguingleich durchs Zimmer zu watscheln.
Nachdem unserere Futterversuche also nicht glückten, musste etwas anderes her: Die Deutsche Gesellschaft für Mauersegler e.V.. Der Tierarzt hat unseren armen Vogel ja gleich abgeschrieben, daher war er keine Option. Montag Vormittag, nach einem Telefonat mit der Mauersegler-Gesellschaft, ist Pipi, in Begleitung meines Mitbewohners, mit dem Zug nach Frankfurt gefahren. Ja, Pipi hieß er inzwischen. Die Abkürzung für Piepmatz und einfach, weil ich ihn nicht Uwe nennen wollte. In Fankfurt dann holte eine Frau des Vereins den Mauersegler vom Bahnhof ab, freute und bedankte sich. Pipi heißt jetzt Atalantis oder so, bekommt Medikamente und wird wohl bald wieder alleine fliegen können. Nur jetzt in Frankfurt statt Marburg.

Selbst in Marburg kann es nett sein

Juni 12th, 2006


Mein Beitrag zur WM

Juni 11th, 2006

Vogelbesuch

Juni 11th, 2006

[current music: Die Ärzte - mach die augen zu]

Der olle Miez hatte gestern seinen Spaß. Aber auch nur der. Während ich mich am Frankfurter Bahnhof mit fußballfanatischen, schreienden, pfeifenden Menschen konfrontiert sah, flog ein Vogel in meines Mitbewohners Zimmer und Miez stürzte sich auf ihn, rannte mit der Beute in mein Zimmer und mein Mitbewohner hinterher. Miez rannte ins nächste Zimmer und verlor den Vogel unterwegs. Aus Erzählungen weiß ich, dass auf den Vogel ein Tuch und Miez in mein Zimmer geworfen wurde, – wo er bis heute hockt. Dann wurde der Vogel auf einem Fensterbrett in einem Karton deponiert oder so (das war so viel Erzähltes auf einmal, kann gut sein, dass etwas durcheinanderkommt). Man rief den Tierarzt an, welcher meinte: das wird eh nix. Unterdessen versuchte der Vogel aus seinem Karton zu entkommen und fiel in den trostlosen Schacht, den man sieht, wenn man aus unser Küchenfenster schaut. Der Schacht, auf dessen Grund unsere Blumentöpfe, Thermotopflappen und andere Küchenutensilien liegen. Der Schacht, der doch recht tief ist und an allen vier Seiten von Wohnhäusern abgegrenzt wird. In genau diesen Schacht plumpste der Vogel. Er flog nicht, er segelte nicht, er plumpste. Da er sich auf den Grund des Schachts wider aller Erwartungen noch bewegte, versuchte man nun unter der Nutzung einer Leiter, diverser Teleskopmalerstangen und der Wohnung der Nachbarn das Tier wieder heraufzuholen. Und es gelang.
Es herrscht noch Uneinigkeit, um was für eine Art es sich handelt. Während der eine denkt, dass dies eine Amsel oder ähnliches sein könnte, bin ich eher für ein Greifvogel-Baby. Aber auskennen tu ich mich da auch nicht.
Leider habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Tiere, die von meiner Katze angefallen und gerettet wurden, irgendwann sowieso starben. Ich erinnere mich da an die Maus Gergö oder diesen langweiligen Spatz, dem ich erst gar keinen Namen gegeben habe. Oder das junge Häschen, das ich gleich wieder, weil es noch fit schien, ausgesetzt habe und das Miez dann am nächsten Tag – dieses Mal war nichts mehr zu retten – wiederbrachte. Meistens war nichts mehr zu retten.

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