Halloween
Oktober 31st, 2005[current music: Lacrimosa - stolzes Herz]
Schon mal einen Vampir mit schwarzem Spannbetttuch gesehen?
Ich auch nicht.
Aber sowas muss man tragen, wenn man sich eine Stunde vor Partybeginn ein Kostüm zusammensucht.
relacionar
Oktober 31st, 2005[current music: Bob Hund - den ensamme sjömannens födelsedag]

Manchmal liegt sie einfach da. Und denkt nach.
Oder auch nicht.
Sie starrt in den Raum, fixiert nichts bestimmtes.
Die Zeit vergeht dabei sehr schnell.
Sie denkt dann nach, über das was war.
Und nie mehr sein wird, kann man nicht sagen.
Seltener denkt sie an das, was kommen wird.
Doch Angst macht ihr beides.
Sie denkt an früher.
Sie versucht Ordnung in das Geschehene zu bringen.
Doch fehlen die Zusammenhänge.
Die Teile zum Ganzen.
Manchmal fühlt sie sich um die Vergangenheit betrogen.
Weniges gibt Sinn.
So oft, so hilflos.
Damals wie heute.
Am liebsten in der Nacht.
Es hat sich geändert.
Er sich verändert.
Nur manchmal. Nur manchmal, da ist es so wie früher.
So viele Menschen sehen dich.
Doch niemand sieht dich so wie ich.
todtraurig
Oktober 29th, 2005[current music: The White Stripes - my doorbell]
Jetzt will ich es endlich wissen.
Seit Jahren denke ich hin und wieder an diesen einen Film. An den traurigsten Film, den ich je gesehen habe. Nur leider weiß ich nicht mehr, wie der Film heißt. Aber es ist ja auch mittlerweile bestimmt 10 Jahre her, als ich den Film zum zweiten und letzten Mal sah.
Ich weiß noch, ich sah in der Fernsehzeitung, dass der Film lief, schwor mir aber nicht noch einmal einzuschalten. Irgendwas aber, wohl die Faszination, die von diesem Film ausgeht, nachdem ich ihn das erste Mal sah, diese Fähigkeit eines Mediums derartig zu bedrücken, brachte mich dazu doch immer wieder kurz reinzuschalten, bis ich ihn dann letztendlich doch wieder schaute.
Eine todkranke Frau hat viele Kinder. Vielleicht waren es acht oder zehn. Da sie weiß, dass sie bald sterben wird, versucht sie für jedes dieser Kinder eine neue Familie zu finden. Mit jedem Kind, dass seine Mutter verlassen muss, um in die Pflegefamilie zu gehen, wird es unglaublich traurig. Es scheint einfach kein Ende zu nehmen. Es ist die bloße Wiederholung desselben Vorgangs und doch ist es genauso erschütternd wie beim ersten Mal.
Übrigens: Ich bin jetzt wirklich ein fortgeschrittener Anfänger, was das Spanische betrifft. Juhu.
sofá
Oktober 26th, 2005[current music: Lacrimosa - my last goodbye]
* Hier passiert auch nicht viel. Wie auch, wenn Spanisch plötzlich zum Lebensinhalt Nummer Eins geworden ist. Ich will doch nur in den Kurs für fortgeschrittene Anfänger! Mehr nicht. Ich mag kein Anfänger mehr sein.
* Seit ich in dieser Wohnung hier wohne, wünsche ich mir ein Sofa. Zuerst war es das, dann sanken meine Ansprüche und ich hätte gern dieses gehabt, und jetzt – oh Wunder – habe ich sogar eines. Es stand gestern auf der Straße, ist dezent durchgesessen und war verdammt schwer.
* Es kann nur mein fantastischer erster Artikel, den ich für die Oberhessische Presse geschrieben habe, gewesen sein, der dazu führte, hier als bester deutscher journalistischer Blog nominiert zu sein. Und wenn es nicht mein Artikel war, der mich dafür prädestinierte, ist es trotzdem nett und ein kleiner Anlass zur Freude.
* Nach der vorgestrigen Verwirrung mit meinem Schlüssel, habe ich dann gestern meinen Pullover verkehrt herum angezogen und es erst am Ende des Uni-Tages bemerkt. Und weil scheinbar jeden Tag irgendwelche Verwirrtheitszustände auftauchen, habe ich heute stundenlang verzweifelt meine Wasserflasche gesucht und sie schon für auf ewig verschollen gehalten, als ich sie dann doch per Zufall eingewickelt in meiner Bettdecke fand. Es ist mir ein Rätsel, wie die dort hingekommen ist.
* Ein Rätsel ist mir auch, wie man solch einen Mist träumen kann. Oder träumen viele Menschen davon, wie sie plötzlich sämtliche Uni-Scheine mitten auf der Straße verlieren, die dann vom Wind davon getragen werden?
Und täglich grüßt das Murmeltier
Oktober 24th, 2005[current music: Mark Owen - sorry lately]
Ich bin mir verdammt sicher, dass ich diesen Schlüssel genommen und in meine Tasche gepackt habe. Ich kann mich genau erinnern, wie ich dachte, dass der Schlüssel noch fehlt, ich zum Regal gegangen bin, ihn genommen und in die Tasche getan habe. Wieso also war dieser besagte Schlüssel nicht in meiner Tasche, als ich von der Uni heimkam und aufschließen wollte? Schnell hatte ich eine Erklärung parat: Verloren oder Tasche verfehlt beim Reinpacken. Umso schlimmer, dass nichts von dem zutrifft und der Schlüssel wie eh und je auf dem Regal liegt.
Aber mich wundert bald nichts mehr, denn ich war nach meinem Mittagsschläfchen, bei dem ich die ganze Zeit träumte nicht zu träumen und nicht schlafen zu können, auch der Überzeugung, dass mein Mitbewohner mit einer Brottüte in der Küche rumwerkelte. Die Enttäuschung war groß, als kein Brot zu finden war. Die Verwunderung war groß, als ich endlich wirklich aufwachte und merkte, dass ich in der Tat geschlafen habe. Die Verwirrung war groß, als ich bemerkte, dass ich 100 Mal das Gleiche hintereinander geträumt habe: Immer wieder wachte ich auf, schaute den Wecker an, kontrollierte die Weckzeit und diese war komplett verstellt. Und mit jedem Aufwachen war ich mir sicher, ich bin hellwach. Das erinnert mich irgendwie an diesen schäbigen Film mit Billy Murray, den jeder mag außer mir: Und täglich grüßt das Murmeltier.
this is the night
Oktober 22nd, 2005[current music: Pulp - whiskey in the jar]
Ich war wer ganz anderes. Ich war meine Schwester, die nicht aussah wie meine Schwester.
Wir saßen im Bus. Der Fahrer schaute nicht auf die Straße. Er hatte seinen Kopf nach hinten gedreht und starrte auf einen Fahrgast. Ich schrie. Ich schrie nur, weil ich nicht ich war, sondern meine Schwester. Niemand hörte mir zu. Niemanden schien es zu hören. Es kam mir falsch vor. Ich kam mir falsch vor. Ich verstummte.
Die Strecke bin ich schon tausende Male gefahren (worden). Jeden Morgen, jeden Nachmittag von der Schule nach Hause und zurück.
Die Bahnschranken waren unten, davor saß ein Liebespaar auf einer Bank. Der Busfahrer fuhr mitten hinein. Und weiter.
Dann die traurige Nachricht im Radio. Die bedrückte Stimme des Moderators, der vom Unglück berichtete.

Ich glaube, ich weiß jetzt, was der Arzt vorgestern meinte, als er von Nebenwirkungen in Form von filmreifen Träumen sprach.
Ich habe länger geschlafen als sonst. Elf Stunden im Bett und fast immer geschlafen. Dass ich das in einem außerkomatösen Zustand noch mal erreichen könnte, hätte ich fast nicht mehr gedacht.
Jeder Traum erschien so real. Realer als sonst.
Es gibt Dinge, von denen weiß ich nicht, ob sie wahr oder geträumt sind.
fernweh
Oktober 18th, 2005Irgendwann möchte ich mal nach Norwegen, England, Madagaskar und dessen angrenzenden Inseln sowie nach Australien.
Nach Norwegen möchte ich, um die Sprache zu lernen.
Nach England, um die Menschen und deren Mentalität kennenzulernen.
Nach Madagaskar, um die Tiere dort zu sehen.
Zu den Inseln bei Madagaskar – Mauritius, Rodriguez und Réunion – möchte ich, um die ehemalige Heimat der Dronten zu besichtigen.
Und in Australien würde ich gern nach dem Tasmanischen Beutelwolf und dem Moa (Neuseeland) suchen.
Jetzt wird sie verrückt.
Ich hatte zwei Nächte lang kaum Schlaf und komme am Tage auch nicht wirklich dazu, ohne mir ein wirklich schlechtes Gewissen anzuzüchten.
sozialidiot ist back in town
Oktober 16th, 2005[current music: Bloc Party - helicopter (whitey version)]
* Einen großen Teil meiner Zeit verbringe ich damit black star von Radiohead zu hören, das evig pint-Video von Kaizers Orchestra zu schauen oder dem Bloc Party Remix Album zu lauschen.

* Peinlich benehmen das liegt mir so richtig. Aber irgendwie muss man ja einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und das habe ich bestimmt.
Immerhin.
* Ich frage mich, ob das mit den allabendlichen Party-Besuchen und dem Schlafmangel zusammenhängt, dass mein Gedächtnis leicht beeinträchtigt ist und ich immer wieder auf dem Schlauch stehe, wenn man auf Dinge anspielt, die am Vortag wohl waren.
* Manchmal fühle ich mich, als lebe ich in einer zeitlosen Blase. Das Datum, das Jahr, das sagt mir alles nichts.
* Ab morgen wird das anders. Und nächste Woche sowieso.
* Ab morgen werde ich versuchen den Sozialidioten in mir zu ersticken (das hätte ich mal gestern schon tun sollen). Ich werde einer der OE-Teamer für Studienanfänger der Germanistik sein. Hoffentlich geht das gut. Dieser ganze neumodische Bachelorkram ist mir ein Rätsel.
* Und nächste Woche geht die Uni wieder los.
scream
Oktober 11th, 2005wirres
Oktober 11th, 2005[current music: Nouvelle Vague - too drunk to fuck]
Wirre Träume. Ein Anruf zu Hause. Das Denken an Gestern, an Morgen.
Dann der Film. Vielleicht das Buch.
Manchmal kommt eben alles zusammen.
Bis Weihnachten ist noch Zeit. Doch, wer weiß, wieviel Zeit bleibt. Es ist noch Zeit und doch wieder nicht. So bildet man sich ein, redet sich ein.
Das kommt von diesen Träumen. Das Gefühl zu spät zu kommen, nicht rechtzeitig zu sein.
An solchen Tagen höre ich die Uhr lauter ticken als sonst.
Und dabei geht es nicht um mich.
Um mich habe ich keine Angst.






