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Juli 31st, 2005hier kannst du mich finden, wenn du mich suchst
Juli 30th, 2005[current music: The White Stripes - jolene]
Ich glaube, es ist nicht hilfreich daran zu denken, dass man einschlafen muss, wenn man einschlafen will. Genauso wie es nicht hilfreich ist, jede Person des begehrten Geschlechts als potentiellen neuen Partner zu betrachten und immer auf der Suche nach dem selben zu sein. Oder nach etwas ununterbrochen Ausschau halten, da man keine Ahnung hat, wo man es finden könnte und wenn man doch eine Ahnung hat, findet man es dort nicht, wo die Ahnung einen hinführt.
Das, was man sucht, kommt ja doch nur, wenn man nicht daran denkt.
Ich brauche mehr Schlaf, verdammt.
Ich will schlafen. Länger als eine Stunde am Stück schlafen. Schnell einschlafen. Früh einschlafen. Überhaupt einschlafen.
o t
Juli 29th, 2005wellness
Juli 28th, 2005[current music: Spillsbury - was wir machen]
Durch sie angeregt, habe ich nun das Wort Wellness in meinen aktiven Wortschatz aufgenommen. Und zur Verinnerlichung des Wortes und dessen vermeintliche Bedeutung werde ich ab heute eine Wellness-Woche erleben. Zur Strukturierung meines Tagesablaufs, denn zu tun ist ja genug. Es muss nur getan werden und mir das Gefühl geben, sinnvoll gewesen zu sein.
Und das ist der Masterplan, um wieder Schwung ins Leben zu bekommen:
* Zur Abwechslung mal gesund ernähren. Obst und Gemüse. (Nachher also einkaufen gehen.)
* Jeden Tag ein bisschen was für die Hausarbeit mit dem Thema Monet – Seerosenbilder (Titel wird noch optimiert!) schreiben und nebenbei LaTeX lernen, um das Geschriebene in eine schöne Form bringen zu können.
* Wenn ich kein Monet und kein LaTeX mehr sehen kann, so kann ich doch lesen. Und zwar erstmal Nick Hornbys A long way down. Während dessen kann ich mir Gedanken machen, wie ich zu diesem Buch eine Rezension verfasse, die mich zur Aufnahme in einer Übung der Literaturkritik befähigt.
* Und das war es noch nicht. Für einen ordentlichen Ausgleich fehlt noch etwas: Bewegung. Da ich Sport verabscheue, keine Sportgeräte besitze und Gymnastik albern finde, werde ich mein Zimmer aufräumen, denn das hat eine kleine Reinigung nötig. Da bin ich für mehrere Tage beschäftigt. Und sollte das mal aufgeräumt sein, werde ich meine Heizung und meine Türen streichen, Abwaschen, Saugen und Blumen umtopfen.
Jawoll, eine Wellness-Woche. Das motiviert und daher mache ich mich gleich auf den Weg in die Universitätsbibliothek, wo ich das erste Mal online ein Buch zur Ausleihe vorbestellt habe.

ein Traum im Traum
Juli 28th, 2005[current music: The Divine Comedy - bad ambassador]
Ein Traum im Traum. Träumen einen Alptraum zu träumen. Aus ihm erwachen und immer noch träumen. Undefinierbare Geräusche, flüsternde Stimmen, Rauschen, Lichter. Kein Ende in Sicht. Das Geschehen aus dem Traum im Traum verfolgt mich als erwachte Person im Traum. Mein größter Alptraum. Zwei Träume in einem. Alles für umsonst. Sozusagen Sonderangebot. So absonderlich ist das gar nicht, geschieht es doch jetzt öfters.
Angst im Traum haben zu träumen, einzuschlafen. Den Schlaf verteufeln. Ihn hassen. Allgemeine Verzweiflung. Dann doch träumen und alle Befürchtungen wahr werden lassen. Aufwachen und alles ist wie im Traum des Traumes. Und scheinbar doch kein Traum und ganz real. Und am Ende stellt sich raus: doch ein Traum.
Wieso kein Aufwachen nach dem Alptraum im Traum?
Quasi ein Trauma.
“ich suche eine Seite mit Witze-Videos”
Juli 26th, 2005[current music: Belle & Sebastian - waiting for the moon to rise]
Nein, um Gottes Willen.
Früher, da war’s doch besser. Einfacher. Schöner. Irgendwie. Vielleicht sag ich auch das einmal über die heutige Zeit. Doch selten war ich so unmotiviert, wie das in jenen Tagen der Fall ist. Aufstehen, zwei Stunden Rumsitzen, Schlafen.
Das Gefühl nichts zu können. Außer Backöfen einschalten, nie benutzen, nie ausschalten. Die Silhouette des Hundes meiner Mutter zu zerstören. Und Unordnung zu schaffen.
Ich wünsche mir die Uni zurück. Ich wünsche mir einen kleinen Hund für einen geregelten Tagesablauf. Ich wünsche mir Lust. Lust Sinnvolles zu tun.
Sich bedrückt fühlen, erdrückt fühlen, obwohl nichts Schlimmes geschehen ist, ist nicht schön, nicht fair.
Elbe
Juli 25th, 2005missed me
Juli 21st, 2005[current music: Dresden Dolls - missed me]
Hier ist irgendwie doch alles anders. Die Menschen, die Gegend. Alles so hässlich. So windig. So kalt. Alles nass.
Viel unternehmen kann man auch nicht. Das hat sich bereits am Dienstag nach der ersten Unternehmung zerschlagen. Der Hund kam seinem Jagstrieb nach und versuchte einen Hahn zu fangen und sie knickte sich zum dritten Mal in Folge den Fuß um und liegt seitdem abwechselnd auf Couch und Bett. Und ich, ich schaue Fernsehen. Und mir ist aufgefallen, dass ich jeden Film, der mir einigermaßen gefallen hat, mindestens noch ein zweites Mal schauen muss. So schaute ich in den letzten Tagen und heute das alles:
* Und dann kam Polly…
* Mambo Italiano
* Dreamcatcher (zum 10. Mal oder so..)
* Donnie Darko
* Carrie
* Lost in Translation
* Dawn of the Dead
und Der Fahnder sowieso. Und bestimmt wieder was vergessen.

Wieso hört man in der Dunkelheit besser als bei Licht? Schärfung des Gehörs bei nichtvorhandener Ablenkung durch das Licht? Warum ist es im Dunkeln so still und doch so laut?
Und wieso bin ich so unkreativ? Liegt’s am Wetter? An den ganzen Filmen? Ist meine Kreativität gar nicht so viel weniger vorhanden als sonst und ich bin mal wieder nur schrecklich unzufrieden mit allem?
Mir fehlt was. Irgendwas.













