wirres zeug
Juni 5th, 2005[current music: The Hollies – sorry suzanne]
Nur wirres Zeug. Begonnene Einträge. Immer mal etwas notiert, weil kein Internet. Nie vollendet.
Ich wache auf. Jede Stunde einmal.
Meine Nase kribbelt. Meine Ohren. Mein Hals.
Keine Schmetterlinge. Nicht wirklich.
Sorry Suzanne auf Endlosschleife und sonst nichts zu tun.
Man wacht auf. Jede Stunde einmal. Ist froh, wieder einschlafen zu können und sich nicht zu erinnern. Nicht an das, was kommt. An das, was war.
Einmal wach, dann orientierungslos. Welcher Tag? Was hatte ich eigentlich vor?
Sobald Gewissheit über gegenwärtige Situation und nahe Zukunft erlangt, schließen sich Augen. Erfolglos, denn Schlafen geht nicht mehr.
Wie selten erwacht man doch und freut sich aufzustehen. Wie selten denkt man nach, versucht sich zu erinnern und merkt wie die Freude in einem hochsteigt. Ich wollte erst etwas über Wärme schreiben, die in einem hochsteigt. Aber genau die Wärme ist es ja, die hochsteigt, wenn man an den grausigen Tag denkt, wenn man in Eile ist, wenn man weiß, dass man zu spät kommen wird, wenn man sich mal wieder unendlich blamiert hat. Wenn man sein Tablett im Subway-Restaurant, statt es auf den Mülleimer zu stellen, gleich mit wegschmeißt. Wenn man fast von einer Schwingtür erschlagen wird oder mit der Tasche am Mülleimer hängen bleibt.
[current music: The Beatles – all my loving]
So sentimental. So sensibel. So albern. An manchen Tagen.
Immer die gleichen Leute.
Der alte Mann mit den Hosenträgern, an denen seine viel zu hochgezogenen Jeanshosen befestigt sind und die sauberen in die Hose gestopften Hemden. Ich sehe ihn fast täglich. Mit dieser Gehhilfe, die er vor sich herschiebt. Ich finde ihn rätselhaft. Er macht mich traurig. Ich sehe ihn nicht immer an den gleichen Orten. Immer woanders. Ich weiß nicht, wie er das macht. Was er macht. Meistens macht er mich traurig, obwohl er selbst gar nicht traurig aussieht.
Einmal brachte er mich zum Schmunzeln. Die Situation erinnerte mich an diese Reportage über viel zu kurze grüne Ampelphasen in Verbindung mit alten Leuten. Er überquerte die Straße mit seiner Gehhilfe, die er vor sich herrollte, so schnell mit kleinen Schritten. Schneller als ich es ihm zugetraut hätte.
[current music: The Beatles – all together now]
I was shivering inside. I was shivering insiiiide.
Das Lied macht mich noch nervöser, als ich es schon bin. Die Minuten, in denen ich still sitze, in denen ich mich nicht ruckartig hin und her bewege und trotzdem hellwach bin, die kann ich momentan an einer Hand abzählen.
9 Responses to “wirres zeug”
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Juni 5th, 2005 at 21:14
:’(
Juni 5th, 2005 at 22:35
Letzte Woche habe ich mein Schlafzimmerfenster mit Alufolie abgeklebt. Das hilft schonmal gegen den Sonnenaufgang um 5 Uhr. Auch nicht schlecht ist “Baldriparan für die Nacht” (rein pflanzlich).
Juni 6th, 2005 at 10:41
Alles was wir tun ist doch nur haschen nach dem Wind…
Juni 8th, 2005 at 05:45
Durch Zufall vorbeigeschaut – Du brauchst mal n bischen Sonne – Hi.
Juni 8th, 2005 at 22:20
Manchmal genügt es dem Wind einfach nur zuzuhören.
Juni 9th, 2005 at 13:29
Sie müssen sich dringendst entspannen! :)
Juni 12th, 2005 at 23:43
Deine letzten Bilder sind irgendwie gruselig. Mitunter sehr kalt.
Ich habe mich auch mal im Forum angemeldet. Allerdings ist der Anspruch dort so hoch, das ich mich kaum traue Bilder zu posten.
Juni 22nd, 2005 at 09:28
Neu hier. Beeindruckt von den Bildern. Habe leider selbst kein Talent dafür.
“Jealous guy” hören ist Bürgerpflicht – nicht nervös machen lassen ;-)
Juli 12th, 2005 at 08:40
Laura, bist Du es?
Irgendwie erinnern mich Deine Bilder und die Stimmung hier an diese Lynchismen. Kennst Du seine Filme? Habe nichts davon gesehen in Gesehen.
Grüße