sickgirl

leaf

Juni 29th, 2005

[current music: The Crash - fidelity]

everyday i love you less and less

Juni 28th, 2005

[current music: Kaiser Chiefs - caroline, yes]

Ich liebe das Kaiser Chiefs Album. Es erinnert an so vieles. An so viel gutes. Es erinnert an The Great Escape von Blur, an DAF, the Doors und an irgendwelche englischen Punk-Rock-Bands vor 20 oder mehr Jahren.

 

le bassin aux nymphéas

Juni 27th, 2005

[current music: Kaiser Chiefs - i predict a riot]

Meine Kunstgeschichte-Professorin, bei der ich an zwei Seminaren teilnehme, wird mich für verrückt oder zumindest für wirr halten, wenn ich sie in den letzten zwei Wochen vor den Semesterferien, mit drei Referaten beehre. Ja, das ist meine Taktik. Immer alles nach hinten schieben. Dann muss man erst später was machen, dann kann man ganz lange schauen, wie die anderen das so machen, dann muss man auch sehr viel später erst Angst haben.
In all meiner Panik vor den Referaten, aber besonders vor dem einen, das über die Seerosen von Claude Monet, bin ich schon seit Wochen am Rotieren. Ständig leihe ich mir Bücher über den Herrn Monet aus, habe seine Bilder jetzt so oft gesehen, dass sie mir teilweise schon gefallen und bin immer noch nicht fertig. Doch, ich bin fertig. Vielleicht nicht mit dem Referat, aber sonst.
Aber eine super Idee war das mit den späten Zeitpunkten. Und die Themenwahl erst. Das ist ein ganz feines Thema. Sind nur 30 Jahre und 300 Bilder im Leben des Monet.

ilford

Juni 26th, 2005

[current music: Coldplay - a message]

Dozenten sind auch nur Menschen

Juni 24th, 2005

[current music: Coldplay - fix you]

Mein auf dem rechten Handrücken befindlicher Stempel sowie meine Beine vibrieren in unregelmäßigen Abständen. Desweiteren lässt mein linkes Nasenloch keine Luft mehr in meinen Kopf, was scheinbar einen Mangel an Sauerstoffzufuhr in meinem Gehirn verursacht. Zumindest dreht sich manchmal alles in mir und um mich herum. Ich sollte mehr schlafen, aber die Angst trieb mich um 8 Uhr aus dem Bett und in Richtung Bibliothek; und das nach ungefähr drei Stunden Schlaf, einer Menge Bier und einer weiteren Telefonnummer, die mir so oft ins Ohr gebrüllt wurde, dass ich sie jetzt noch weiß, wo ich doch aber auch weiß, dass ich niemals nie dort anrufen werde. Spazieren gehen kann ich auch alleine. Gerne sogar.

Man wird’s kaum glauben, ich glaub’s selber kaum, aber in 2 Stunden übergebe ich meine alte Wohnung. Und mich hoffentlich nicht. Obwohl es sich so anfühlt heute.

smile like you mean it

Juni 21st, 2005

Im Auto. Es war dunkel draußen. Ich auf dem Beifahrersitz, die Schultern nach oben gezogen, den Kopf soweit als möglich in den Nacken gedrückt. Immer öfter nach links blickend in Richtung Fahrer, aber eigentlich in Richtung Rückbank. Da saß er.
Alles war nervös. Wir stoppten. Man hantierte mit der Wasserflasche am Fahrersitz herum. Man wollte etwas retten. Hinauszögern. Weiter machen. Weiter fahren.
Er von hinten erhob sich. Mit den Armen über dem Kopf, dem Hammer in der Hand, stand er da.
Stille. Es war so ruhig. Ein dumpfer Schlag. Stille. Nichts als der Schlag. Er liegt mir noch im Ohr.
Auf einmal sah ich sie. Rote Punkte im Gesicht. Sie lächelte.

rohlfs

Juni 20th, 2005

Ich fühlte mich plötzlich in das Kunstgeschichte-Seminar im Universitätsmuseum zurückversetzt. In die Stunde, in der sie über Christian Rohlfs Biografie berichtete. Ich merke mir sowas ja eigentlich nicht, aber das mit Rohlfs Bein, das er sogar verlor, nachdem er als Kind von einem Baum fiel, das habe ich mir gemerkt.
Und als ich gestern da so lag. Am Fuße der Treppe. Die, die viel länger war, als sie hätte sein sollen. Die, die mehr Stufen hat, als ich es in Erinnerung hatte. Da musste ich an Rohlfs und sein Bein denken.
Wenig später dann, immer noch im Dunkeln vor der Treppe liegend – Reisetasche in der einen Hand und Umhängetasche unter der anderen -, überlegte ich mir, zu verschwinden.
Also bin ich dahin gelaufen, wo ich auch vorher schon vorhatte hinzugehen.

Ansonsten frage ich mich, wie ich die Bücher heute Morgen zurück in die Bibliothek bekomme.
Und überhaupt, wie ich wieder nach Hause komme.

we’ll all go down in history

Juni 13th, 2005


Ich schlafe ein und träume. Ich wache auf und schlafe wieder ein. Und träume weiter. Soweit ich weiß, träumt man ja sowieso jede Nacht, nur kann man sich nicht mehr erinnern. Manchmal würd ich mich auch gern nicht mehr erinnern können.
Im Traum sah ich sie wieder. Ich kann mir Gesichter normalerweise nicht gut merken. Ich erkenne zwar fast jeden wieder, aber ich kann aus dem Gedächtnis heraus mir keine genaue Vorstellung des Gesichts vor Augen rufen. Aber das im Traum war so detailliert. So wie ich dachte es nicht mehr zu wissen. Das Gesicht war so echt mit jeder kleinen Einzelheit, der Körper so unpassend. Die anderen Leute kannte ich alle nicht.
Ich mag dieses Gefühl nicht, im Traum zu weinen. Ganz bitterlich zu weinen. Wenn ich wieder aufwache, dann
fühle ich mich nicht wie sonst. Ich fühle mich von Innen heraus ganz reduziert, ganz melancholisch. Obwohl alles nur geträumt war.

Immer noch kein Internet in der neuen Wohnung. Zu 1&1 zu gehen, war wohl nicht die beste Entscheidung. Dafür die billigste.

wirres zeug

Juni 5th, 2005

[current music: The Hollies – sorry suzanne]

Nur wirres Zeug. Begonnene Einträge. Immer mal etwas notiert, weil kein Internet. Nie vollendet.

I began to lose control.

Ich wache auf. Jede Stunde einmal.
Meine Nase kribbelt. Meine Ohren. Mein Hals.
Keine Schmetterlinge. Nicht wirklich.
Sorry Suzanne auf Endlosschleife und sonst nichts zu tun.
Man wacht auf. Jede Stunde einmal. Ist froh, wieder einschlafen zu können und sich nicht zu erinnern. Nicht an das, was kommt. An das, was war.
Einmal wach, dann orientierungslos. Welcher Tag? Was hatte ich eigentlich vor?
Sobald Gewissheit über gegenwärtige Situation und nahe Zukunft erlangt, schließen sich Augen. Erfolglos, denn Schlafen geht nicht mehr.
Wie selten erwacht man doch und freut sich aufzustehen. Wie selten denkt man nach, versucht sich zu erinnern und merkt wie die Freude in einem hochsteigt. Ich wollte erst etwas über Wärme schreiben, die in einem hochsteigt. Aber genau die Wärme ist es ja, die hochsteigt, wenn man an den grausigen Tag denkt, wenn man in Eile ist, wenn man weiß, dass man zu spät kommen wird, wenn man sich mal wieder unendlich blamiert hat. Wenn man sein Tablett im Subway-Restaurant, statt es auf den Mülleimer zu stellen, gleich mit wegschmeißt. Wenn man fast von einer Schwingtür erschlagen wird oder mit der Tasche am Mülleimer hängen bleibt.

[current music: The Beatles – all my loving]

So sentimental. So sensibel. So albern. An manchen Tagen.
Immer die gleichen Leute.
Der alte Mann mit den Hosenträgern, an denen seine viel zu hochgezogenen Jeanshosen befestigt sind und die sauberen in die Hose gestopften Hemden. Ich sehe ihn fast täglich. Mit dieser Gehhilfe, die er vor sich herschiebt. Ich finde ihn rätselhaft. Er macht mich traurig. Ich sehe ihn nicht immer an den gleichen Orten. Immer woanders. Ich weiß nicht, wie er das macht. Was er macht. Meistens macht er mich traurig, obwohl er selbst gar nicht traurig aussieht.
Einmal brachte er mich zum Schmunzeln. Die Situation erinnerte mich an diese Reportage über viel zu kurze grüne Ampelphasen in Verbindung mit alten Leuten. Er überquerte die Straße mit seiner Gehhilfe, die er vor sich herrollte, so schnell mit kleinen Schritten. Schneller als ich es ihm zugetraut hätte.

[current music: The Beatles – all together now]

I was shivering inside. I was shivering insiiiide.

Das Lied macht mich noch nervöser, als ich es schon bin. Die Minuten, in denen ich still sitze, in denen ich mich nicht ruckartig hin und her bewege und trotzdem hellwach bin, die kann ich momentan an einer Hand abzählen.