sickgirl

coloured

Januar 31st, 2005

Mehr oder weniger kreative Lernpause.

family – portrait*

Januar 29th, 2005

* Niels, Leo und ich

Hiermit gebastelt.

konsummmm

Januar 27th, 2005

[current music: The Bees - sweet like a champion]

Wir hatten damals im Dorf nur ein einziges Geschäft (heute haben wir keines mehr). Das war der sogenannte Konsum. So hieß eine Supermarktkette der DDR. Ich habe keine Ahnung, ob es noch andere Supermarktketten gab oder diese die einzige war; dazu habe ich zu kurz in der DDR gelebt und bin zu wenig rumgekommen.
Mir geht heute schon den ganzen Tag die Sache mit dem Konsum durch den Kopf. Ich frage mich, wie man das Wort Konsum nun ausspricht. Laut Duden (siehe unten) geht wohl beides. Also man kann das “u” sowohl lang als auch kurz sprechen. Damals sprachen wir die Supermarktkette immer mit kurzem “u” aus und das Wort Konsum ansonsten – in anderen Zusammenhängen (wobei ich mich überhaupt nicht an die Verwendung des Wortes in anderen Zusammenhängen als mit der Supermarktkette erinnern kann) – mit langem “u”. Es kommt mir so vor, als sagten wir Kon|sum erst nach der Wiedervereinigung 1990; und dann war nicht die Supermarktkette gemeint.

1. Kon|sum, der; -s (Verbrauch, Verzehr)
2. Kon|sum [österr. u. schweiz. ...':], der; -s, -s (kurz für Konsumgenossenschaft)

Jedenfalls hörte ich schon lange niemanden mehr die erste Variante sagen.
Ich dachte im ersten Moment, es handele sich um eine phonologische Variante, aber wohl eher nicht, wenn beide Formen im Duden zu finden sind.
Ich habe vergessen, worauf ich hinaus wollte. War wahrscheinlich eh nicht wichtig.

edit:
Kon|sum mit kurzem “u” kommt bestimmt von Konsument.

Vergessen wir das.

sideways

Januar 26th, 2005

Den Großteil meiner momentanen Zeit verbringe ich mit Lernen. Aber das ist schon in Ordnung. Nicht in Ordnung ist, dass es vorgestern so kalt und glatt war, dass ich mir erstmal den Gehweg und den dort befindlichen Mülleimer aus der Nähe betrachten musste. Zum Glück waren so viele Menschen um mich herum, dass man mir jederzeit hätte aufhelfen können; also falls ich es denn nicht mehr alleine geschafft hätte. Heute war es auch kalt. Und das nicht nur außerhalb meiner Wohnung. Ich meine, ich habe eine Wohnung, die sowieso schnell auskühlt, aber wenn die Heizung nur noch 10 Prozent ihrer sonstigen Heizkraft hergibt, dann ist das nicht mehr nur ein bisschen frisch, sondern verdammt kalt.
Sideways lief gestern in der Sneak. Ich frage mich, wieso dieser Film zwei Golden Globes erhalten hat – beste Komödie und bestes Drehbuch. Meinen Geschmack traf er nicht, aber es war wiederum auch nicht so schlimm, dass man das Kino hätte verlassen müssen.

badhead

Januar 26th, 2005

beinhart wie’n rocker

Januar 23rd, 2005

Ob es Absicht ist, dass Adam Greens Lied Emily genau wie Beinhart von Torfrock klingt?

complex

Januar 23rd, 2005

[current music: Adam Green - down on the street]

Früher, also ich meine ganz früher, da fasste man oft furchtbar schnell den Entschluss zu heiraten. Damals, als ich noch dachte, die Babys würden als ganz kleine Wesen durch das Ohr der Mutter geschleust werden, um dann nach ein paar Monaten geboren zu werden, wollte ich sogar meinen Vater heiraten, aber niemals, wie beim Elektra- bzw. Ödipus-Komplex beschrieben, meine Mutter in ihrer Stellung zu meinem Vater verdrängen.
Ich kann mich noch gut an derartige Gedankengänge erinnern, vielleicht besser als an real geschehene Dinge, womit ich nicht sagen möchte, dass die mentalen Vorgänge, an die ich manchmal zurückdenke, nicht real waren; sie waren für Andere nicht offensichtlich real. Oder wie nennt man das, was nur mental real war? Wahrscheinlich Tagtraum oder Wunsch. Egal.
Jedenfalls war das nur ein kurzer Gedanke mit dem Heiraten meines Vaters, zumal damals, kurz nachdem man in den Kindergarten kam, zwei oder drei neue Opfer für eine gemeinsame Ehe schnell gefunden waren.
Heute verspreche ich mich niemandem in der Eile, wie wir es damals mit vier, fünf oder sechs Jahren getan haben. Das ist auch gut so. Ich habe ja doch nicht vor zu heiraten.
Die letzten Besuche von Kindergärten – eigentlich handelt es sich ausschließlich immer nur um einen Kindergarten – verliefen entweder überaus lustig oder fast tödlich.
Zuerst das Gute, dann das Böse: Niels und ich besuchten seine Mutter im Kindergarten und Niels lernte, wie man sich als Star fühlen muss. Als die auf den Hof spielenden Kinder Niels in den Räumlichkeiten hinter einem Fenster stehend sahen, stießen sie Schreie der Irritation und Bewunderung à la Daniel! oder Guck mal, Daniel Küblböck! aus. Niels reagierte nicht, nein – er versteckte sich sogar. Der hört ja gar nicht! Vielleicht ist es ja doch nicht Daniel Küblböck! hörte man es von draußen rufen.
Das Böse trug sich einige Zeit später zu. Beim Versuch einen Schreibtisch in den Hinterräumen des Kindergartens zu verstauen, fiel ich, nachdem ich das eine Ende und Niels das andere Ende des Schreibtischs trug, rückwärts laufend in ein Loch. Also in ein ziemlich großes Loch. Ein Loch, in welches ich komplett und der Schreibtisch halb reinpasste. Der Schreibtisch hat nichts abbekommen, er landete weich auf meinen Beinen. Ich überlebte wie durch ein Wunder, war aber ganz schön schockiert über meinen plötzlichen Fall. Ich möchte anmerken, das dieser Unfall wohl zu den wenigen gehört, der nicht allein auf meine Ungeschicklichkeit zurück zu führen ist.
(…)

eigentlich

Januar 22nd, 2005

Ich dachte, ich hätte die Party meines Lebens verpasst, als ich gestern Das fünfte Kind von Doris Lessing las, anstatt dahin zu gehen, wo meine Freunde sind, das Bier besonders billig (1 Euro oder 50 Cent) und der Eintritt (5 Euro) teuer ist. Aus sicheren Quellen weiß ich allerdings, dass ich nix verpasst habe.

Und eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in den nächsten paar Wochen nichts zu lesen. Zumindest nichts, was nicht für eine meiner anstehenden Klausuren von Relevanz sein könnte. Das habe ich genau zwei Tage durchgehalten, um dann gestern Nacht, bevor ich zu Bett gegangen bin, das besagte Buch zu lesen. Aber das hab ich mir verdient, ich habe ja schließlich den ganzen lieben langen Tag meine Unterlagen vervollständigt, gelernt, überarbeitet und so weiter.

Die ersten 70 Seiten von Das fünfte Kind sind ziemlich langweilig und eintönig. Irgendwie fehlt es vollkommen an Emotionen. Es geht immer nur darum, dass Harriet und David ganz viele Kinder haben wollen und ohne Rücksicht auf ihre finanzielle Lage, auf Gesundheit – ohne Rücksicht auf alles und jeden – bekommen sie kurz nacheinander vier Kinder und sind dauernd am feiern. Das ganze Haus ist voll von Verwandtschaft; zu Weihnachten, zu Ostern und in den Sommerferien. Wie eine riesige Familie. Klingt alles belanglos. Ist es wohl auch. Es käme aber vielleicht nicht so rüber, wenn Doris Lessing es nicht so emotionslos und eintönig geschildert hätte.
Schließlich war dann aber ein fünftes Kind unterwegs – ungeplant. Dieses Kind (Ben) schaffte es das Familienglück zu zerstören. Oder vielleicht ist es auch die Gesellschaft an sich, die die Familie zerstört hat, die das Andersartige in der Natur bzw. im Menschen ausgrenzt (…).
Ab dem Zeitpunkt des Auftretens des fünften Kindes wird das Buch recht spannend, denn die Geschichte hat schon was mystisches.
Und im Endeffekt war das Buch dann doch ganz gut und mich würde auch interessieren, was das fünfte Kind im weiteren Verlauf noch so anstellt.

juhu

Januar 19th, 2005

[current music: Sigur Ros - lied 5]

Gestern Nacht noch äußerte ich den Wunsch auch mal Mrs. Dalloway von Virginia Woolf lesen zu wollen und heute hab ich es im Briefkasten :) Und tolle Musik noch dazu :)
D A N K E! :)

the hours

Januar 19th, 2005

Der Bücherwurm meldet sich mal wieder zurück und möchte eine Buchempfehlung in die Welt hinausschicken:
Die Stunden von Michael Cunningham. Wieder ein Buch, das ich nach Schauen des Films gelesen habe. Ich habe selten einen so intensiven und interessanten Film gesehen und das Buch steht dem in nichts nach.
Die Handlung beschränkt sich auf einen Tag im Leben dreier Frauen; drei Leben, die in gewisser Weise miteinander in Verbindung stehen. Einmal die Autorin Virginia Woolf, welche dabei ist ihren Roman Mrs. Dalloway zu schreiben, dann Laura Brown, die in den 50er Jahren lebt und das Buch Mrs. Dalloway gerade liest, und Clarissa, die Ende des 20. Jahrhunderts wie Mrs. Dalloway ist und eine Party für ihren Aids-kranken Freund vorbereitet.
Alle drei Frauen sind auf der Suche nach dem persönlichen Glück; sie alle verbindet eine gewisse Todesnähe.
Ich dachte, es wäre langweilig und langatmig ein Buch zu lesen, wo die Handlung auf einen Tag im Leben begrenzt ist. Ich glaubte, man müsste sich mit tausenden Kleinigkeiten auseinandersetzen, die völlig nebensächlich und uninteressant sind, aber dem ist nicht so.
Sehr beeindruckend jedenfalls.

Nun möchte ich natürlich den Roman Mrs. Dalloway von Virginia Woolf auch mal lesen.
War eh klar.

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