blaaa
November 26th, 2004Ich bin am Arsch.
Yeah.
Wenigstens habe ich gleich ein Referatstreffen und mich nicht vorbereitet. Ich frage mich, wo die anderen die Aufgabenzettel herbekommen haben. Warum hab ich so einen nicht? Ausarbeiten muss ich nun auch nix mehr. Ich weiß weder meine Aufgabe noch könnte ich eventuelle Ausarbeitungen ausdrucken, denn ich hab ja keinen Drucker.
Emails kann ich auch nicht mehr abrufen und versenden. Fantastisch.
Und das liebe Geld. Ja. Wo ist das denn schon wieder hin?
Es kommt auch immer gut Menschen auf ein Bier einzuladen, sich morgen treffen zu wollen und heute zu merken, dass man nur noch 2 Euro zur Verfügung hat.
Ich glaube, ich bin ganz schön unfähig.
Aber ich bin nicht allein.

blindfolded
November 19th, 2004Nachdem, was mir so in den letzten Tagen und auch Wochen an peinlichen Aktionen widerfahren ist – ausnahmslos alle von mir eingeleitet – zweifelte ich schon ernsthaft daran, ob ich überhaupt allein lebensfähig bin. Ich vemutete schon eine Art Gehirnschwund. Aber ich glaube, das ist alles übertrieben. Eigentlich passieren mir nur all die peinlichen Dinge gerade jetzt, weil ich so oft unterwegs bin. Also es wäre mir schon früher und häufiger passiert, wäre ich schon früher um soziale Kontakte bemüht gewesen. Demnach war ich wohl schon immer irgendwie unfähig in mancherlei Hinsicht. Nur jetzt merkt man’s so richtig.
Nicht jeder schafft es so gekonnt fast mit dem Kopf gegen die schwere Schwingtür im Kunstgeschichtlichen Institut zu rennen, weil man nicht gerade aus (zum Ausgang, zur Tür hinschaut), sondern keine Brille aufhat, alles wie immer verschwommen sieht und zwei mal hinschauen muss, um einen bestimmten Herrn zu fokussieren. Glücklicherweise habe ich ja nette Kommilitoninnen, die neben und hinter mir liefen und Warnsignale in Form von aufgeregtem Kreischen sendeten, als sie mich auf die Tür zusteuern sahen.
Ansonsten habe ich einen begnadeten Aufritt als Glücksfee hinter mir. In der Cavete beim Late-Night-Lesen. Aber auf den gehe ich jetzt nicht näher ein. Ich will ihn sowieso vergessen. Den Auftritt.
Gestern Abend war ich mit Evelyn im Cafe Trauma. Heute morgen war ich bei meinem (ehemaligen) Chef (mal wieder). Nachmittags war ich beim Friseur (Ergebnis: siehe Bild). Nachher fahre ich zu Niels, um mit Georg und Christian etwas Trinken zu gehen. Morgen dann wohl Einweihungsparty beim Benni und am Sonntag lern ich Spanisch. Und wenn ich eine Begleitung und Geld finde, dann möchte ich Sonntag Abend noch ins MOX.
So siehts aus.

Beim Friseur ist es immer toll. Man durchlebt ein Wechselbad der Gefühle. Von einem Moment auf dem anderen ändert sich die Meinung zum eigenen Haar. Zuerst sieht man sich mit einem Turban aus Frottee auf dem Kopf und denkt, dass einem das ja mal gar nicht steht. Irgendwann entfernt die Frisöse das Handtuch und wirbelt in den Haaren rum. Das sieht dann auch nicht besser aus. Schließlich ist alles glatt und nass und sieht ganz nett aus. Dann kämmt sie alles zur anderen Seite hin, man sieht nix mehr, weil das gute Auge mit Haar bedeckt ist, aber man vermutet schlimmstes. Anschließend fönt sie alles und verwüstet die Frisur zur Unkenntlichkeit und verschwindet. Man fragt sich dann: Oh, war’s das schon? Hm. Ja, scheinbar. Scheiße.
Man versucht noch schnell das schlimmste zu begradigen, zahlt und läuft auf dem schnellsten Weg nach hause, um die Haare zu waschen und zu retten, was zu retten ist.
Hasta la vista, baby
November 15th, 2004Me llamo Doreen. Soy de Marburgo. Estroy bien. Soy estudiante de germanistica.
Niels vive en Marburgo. No trabajamas el sábado.
Hasta luego.
hihi.. ich hatte heute das erste Mal Spanisch :)
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Musik-Tipp: Salma Hayek & Los Vega – la bruja (Frida – Soundtrack)
es geht wieder alles von vorne los
November 15th, 2004Ich hab schon wieder fast die ganze Nacht nicht geschlafen. Die Nacht zuvor ebenfalls.
Und wieso geht meine eine Schreibtischschublade dauernd von alleine einfach auf?
Das war aber schon vor Uri Geller’s toller Show gestern so (…). Das macht mich nochmal verrückt.
all over me
November 15th, 2004Hier – bei mir in der Wohnung – herrscht mal wieder Weltuntergangsstimmung. Und überhaupt: Zu wenig positive Energie. Deswegen haben sich bei mir auch keine Löffel und keine Schlüssel verbogen. Alles blieb brav auf dem Ferneher liegen, nix flog umher und ich wette mein Dosenöffner geht auch nicht wieder. Positive Energie habe ich natürlich wieder nicht zu bieten.
In meiner Bewerbung prahle ich mit nicht vorhandener Ordnungsliebe. Das es soweit mal kommt hätte ich auch nicht gedacht.
Ich träume permanent die selben blöden Sachen. Ich werde immer verfolgt, am liebsten natürlich mit Messer. Aber ich schlage zurück. Ich werfe mit Geschirr und anderen Haushaltsgegenständen. Ich renne weg und versuche hinter mir irgendwelche Türen abzuschließen, die ich vorher nie sah, in Häusern in denen ich vorher nie war. Die Schlüssel gehen beim Versuch die Tür zu verschließen immer kaputt oder lassen sich nicht drehen. Immer wieder.
Ich komme mir vor wie Alice im Wunderland. Dauernd unterwegs. Auf einer langen, unverständlichen Reise.
Als ich heute dann den Versuch startete das Ganze zu deuten, stellte ich fest, dass man dieses ja ausnahmslos auf sexueller Ebene machen kann. Das gefiel mir nicht.
Morgen also zwei Arztbesuche. Eine Bewerbung abgeben. Einen Brief ins Bafög-Amt befördern. Der Uni einen Besuch abstatten. Viele Dinge kopieren. Und: Das erste Mal Spanisch.
Die schönen Seiten des Lebens halten sich gerade versteckt. Nur manchmal ist da was; etwas Schönes. Aber das krieg ich auch noch kaputt.

hey, when we showered and I fainted on the floor
I was free, swimming in light
you, were so scared, you washed my hair in bright red water
you really thought that I was dead
I know why you make me so scared
you’re all I can see
you speak and my hearings impaired
you’re all over me
late, in your bed you held my head for a while
said goodnight and blew away
[Graham Coxon - all over me]
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Musik-Tipp heute: dEUS – instant street
bla :)
November 14th, 2004
tja.
November 13th, 2004Ich habe einen hell-beigen Mantel im Schrank und kann den nicht mehr anziehen, denn immer wenn ich mich im Spiegel sehe oder an irgendwelchen sich spiegelnden Flächen vorbeihusche, denke ich, dass ich einen Kittel anhabe.
Schade, aber ich ertrage das nicht.
komm küssen
November 12th, 2004Der Heimweg zog sich unheimlich in die Länge. Von der Kälte merkte ich nicht viel. Vorerst. Als ich mich dann spontan über ein Geländer beugen und übergeben musste, kroch in mir sogar so etwas wie Schamgefühl hoch, als sich ein Auto näherte.
Ich ging die restlichen Meter nach Hause und schleppte mich die Treppe hoch. Ich riss mir, kaum in meinem Zimmer angekommen, meine Jacke und meinen Schal vom Leib und stürzte ins Bad. Aber nicht ohne vorher das halbe Bad zu verwüsten. Aber das Ausmaß meiner Verwüstung sah ich erst heute morgen: Der kleine Badschrank stand nicht mehr da, wo er mal stand; die Wärmflasche lag mitten in der Tür; einer meiner Schuhe lag daneben; überhaupt stand auf dem Badschrank nichts mehr und die Teppiche lagen auch nicht mehr da, wo sie sonst liegen.
Im Bad angekommen umarmte ich erstmal meine Kloschüssel und schlief vor der Toilette, angelehnt an der Dusche ein. Irgendwann erwachte ich wieder. Ich weiß nicht, ob ich aufwachte, weil ich unheimlich fror oder weil ich schon wieder unter einem heftigen Würgereiz litt, aber im Endeffekt war mir das auch egal. Diesmal nutzte ich nicht nur die Toilette, sondern auch gleich die Dusche und die Badfliesen als Auffangbecken meiner Ergüsse. Wunderbar.
Ins Bett kam ich auch irgendwann. Es drehte sich alles. Es drehte sich wohl so sehr, dass ich mich nicht mehr wirklich erinnern kann, wie dieser seltsame Fleck in mein Bett kam, den ich heute morgen, als ich aufwachte, da ich das Gefühl hatte dringend das Klo aufsuchen zu müssen, entdeckte.
Gegen 15 Uhr bin ich dann aufgestanden, habe geduscht, eine Kiwi gegessen, die Kiwi wieder herausbefördert, meine Haare gefönt und mich wieder ins Bett gelegt.
Ich lag heute 90 % des Tages im Bett bzw. war im Bad. Nicht mal meinen PC habe ich angemacht, aus Angst das Flimmern des Monitors macht alles nur noch schlimmer. Das einzige, was ich heute gemacht habe, ist den Entschluss zu fassen, dass ich in nächster Zeit keinen Alkohol mehr anrühren werde. Oder dass ich zumindest meine Grenze von drei Bier einhalte.
Aber immerhin: Der Abend gestern war schön.
graveyard
November 10th, 2004Ich habe heute so ziemlich den ganzen Vormittag beim Arzt verbracht und habe jetzt eine Salbe mehr, um die Heilung all meiner Wunden voranzutreiben.
In der nächsten Woche darf ich gleich vier Mal zum Arzt und einmal zum Friseur.
Damals lag noch kein Schnee. Das muss jetzt 20 Tage her sein. Auf einem alten Friedhof in Marburg.
Ohne Schnee war’s schöner. Definitiv.
Winter mag ich immer noch nicht.









