sick
Oktober 30th, 2004
Mir ist langweilig. Und der Hermeneutische Zirkel doof.
the crow
Oktober 30th, 2004Hier turnt gerade eine schwarzer Vogel auf der Dachrinne vor meinem Fenster am Schreibtisch rum. Eine Krähe wohl. Ganz schön großes Tier.
Aber eigentlich wollte ich nur auf folgendes aufmerksam machen: Heute und morgen kann man bei Amazon noch einen Gutschein für 5 Euro (nur für Bücher) mit dem Code “SEMESTERSTR4″ einlösen. Das ist wohl eine Aktion zum Semesteranfang.
Der Gutschein kam mir (wie immer) ganz gelegen und ich bestellte für mich über meinen Account und über den meiner Mutter sogleich ein paar Sachen, die schon länger auf meinem Wunschzettel ganz oben standen:
* Die wunderbaren Jahre von Reiner Kunze
* Ich sehn mich so nach Unterdrückung von Ulrich Plenzdorf
* Kein runter, kein fern von Ulrich Plenzdorf
drei-tage-bart
Oktober 29th, 2004still alive
Oktober 29th, 2004Ich habe das Gefühl, ich sollte mich hier mal wieder zu Wort melden. Es ist nichts besonderes geschehen in der letzten Zeit; nichts, das ich hier hätte vermerken müssen. Oder mir fehlte nur der gewisse Hang alltägliche Dinge in dramatischer Form niederzuschreiben, um ihnen so etwas besonderes zu verleihen.
Passiert ist wirklich nicht viel. Ich gehe fast täglich zur Uni – außer Freitags, denn da habe ich frei – und versuche mich dort reinzufinden. Motivation ist bisher noch ausreichend vorhanden. In das Gebiet der Linguistik habe ich mich schon jetzt ein bisschen verliebt. Am Dienstag halten wir unser erstes Referat. Nach eingehender Beschäftigung mit der zu verwendenen Lektüre zur Theorie der Interpretation, war ich dafür das Thema zu wählen, was mir am schwersten verständlich erschien, aber auch am übersichtlichsten ist: der hermeneutische Zirkel. Man mag mich für bescheuert erklären, aber ich habe es vermisst Dinge verstehen zu wollen. Das gibt es viel zu selten. Entweder ist immer gleich von Anfang an alles klar, oder aber es folgt einem bestimmten Muster, welches sich einzuprägen gilt und worauf ich meistens keine Lust habe. Aber etwas so richtig verstehen (wollen), das gab’s schon lange nicht mehr. Vielleicht war ich auch einfach nur zu lange der Uni abstinent. Und sowieso glaube ich kaum, das gerade irgendwer verstanden hat, was ich eigentlich sagen wollte; die Worte fehlen manchmal halt doch. Viel zu oft sogar.
Ansonsten könnte ich noch berichten, dass ich krank bin. Ich habe eine Erkältung. Ich hasse Erkältungen. Mir ist so ziemlich alles lieber, als wenn meine Nase und andere Kopfregionen dauernd jucken und ich ständig mit Taschentüchern hantieren muss. Viel Zeit des heutigen Tages verbrachte ich somit mit Wärmflaschen im Bett.
Verdammt blöd ist, dass ich in keinen der Spanisch-Kurse reingekommen bin, denn es gab nur zwei davon und ein Vielfaches mehr an Interessierten. Die Kursanmeldung sollte am Donnerstag zwischen 10 und 12.30 Uhr erfolgen, allerdings waren die Kurslisten auf wundersame Weise schon um 10 Uhr voll. Ich stehe jetzt neben etwa 10000 anderen Stundenten auf einer Warteliste. Super. Glücklicherweise habe ich ja meinen Stundenplan auch gar nicht danach ausgelegt, dass ich vier Semesterwochenstunden Spanisch eingeplant habe.
An der Volkshochschule sind auch schon alle Anmeldungen abgelaufen, aber nach einem Anruf sagte man, dass sie überlegen noch einen Spanisch-Kurs zu eröffnen. Meine letzte Hoffnung. Am Montag also zur VHS.
Und nicht nur dort hin. Mein Lohn hätte ich auch ganz gern mal. So freundlich und so schnell verschwunden wie heute war mein (ehemaliger) Chef noch nie. Laut seinen Sekretärinnen, die nicht mal meine Gehaltsabrechnung im vergilbten Büro finden konnten, muss ich mir erst einen Termin beim Chef holen, damit ich mit ihm sprechen kann; sonst empfängt er mich gar nicht erst (!). Aha. Und nur wenn ich ihn sprechen kann, kann ich auf Lohn bzw. einem Teil dessen hoffen. Ganz schön bescheuerte Zustände, die da herrschen…
Ich glaube, ich werde jetzt mal mit Niels Pizza zubereiten und dann ein wenig was für’s Referat lesen.
spaziergang
Oktober 23rd, 2004wie jeden abend. und morgen.
Oktober 23rd, 2004Die Gute-Laune-Phase gestern hielt nicht lange an.
Es hätte mir gleich komisch vorkommen sollen.
Der Tag endete in einem Disaster-ähnlichen Zustand.
Nunja.
Rauchen kann tödlich sein steht auf der Zigarettenpackung. Das klingt eher nach einer Einladung als nach allem anderen.
The Robocop Kraus waren gut gestern. War ja nicht anders zu erwarten.
Heute ist der erste Abend seit Tagen, an dem ich nicht weggehe.
Das endet bestimmt wieder in Selbstmitleid.
Oder zumindest in Langeweile.
nice day for a sulk
Oktober 20th, 2004Ich würde ja was zu dem Film, der in der Sneak lief, schreiben, aber ich hab den Titel vergessen.
War eh scheiße.
Wie so vieles.
stupidity
Oktober 14th, 2004Ich wollte den Leuten im Bahnhofsbuchhandel nur einen Besuch abstatten, aber es war niemand da. Bis auf eine unidentifizierbare Frau. Ganz alleine. Sonst sind doch immer mindestens drei Leute da für beide Geschäfte. Sie war allein und ich stand plötzlich im Bücher-Discount. Keine Kunden. Irgendwann war mir die Sache zuwider und ich fing an den Dienstplan zu suchen und sah, dass auf einmal mein Name drin stand. Man hat mich einfach dort eingetragen und meinen Besuch schamlos ausgenutzt. Wütend packte ich all meine Sachen; ich hatte viel Zeug dabei, darunter Leo, mein Handyaufladekabel und meine Schwester. Zu einer Flucht aus dem Geschäft ist es nicht gekommen, weil der Vater des Chefs kam, um Leo seinem Hund zum Fraß vorzuwerfen und mich aufzuhalten.
Ja, sowas träume ich in letzter Zeit dauernd. Ich brauche einen neuen anderen Job, sonst werde ich verrückt. Ich werde nämlich fast täglich 10 Mal angerufen und per SMS dazu aufgefordert mich zu melden, da sie wen zum Arbeiten brauchen. Es ist ja nicht so, dass ich bereits bevor die Woche begonnen hat mitteilte, dass ich keine Zeit haben werde..
Die Germanisten, Kunstgeschichtler und all die anderen meines neuen Fachbereichs sind nett. Heute abend gehe ich auf die erste OE-Party meines Lebens. Das erste Mal, dass ich mich nicht abgeschreckt fühle von den sich dort aufhaltenden Menschen.
Montag beginnt die Uni so richtig, glaube ich. Mein Stundenplan ist auch endlich mal fertig. Ich freue mich auf den Besuch der Veranstaltungen :) Es ist richtig angenehm, wenn man sich zum Teil selber aussuchen kann, was man hören mag und was nicht. Und es hat auch was, wenn man sich aufgrund all der interessanten Angebote kaum entscheiden kann. Das alles ist mir neu. Das gab’s bei Medizin ja nicht.
Was auch toll ist: Zum ersten Mal habe ich Geld mit Fotos für studis-online.de verdient. Schade, dass ich davon allein nicht leben kann :-/
dreamcatcher
Oktober 12th, 2004Der Traumfänger über meinem Bett zeigt seine erhoffte Wirkung. Ich hatte letzte Nacht keinen Alptraum. Nicht mal einen Traum. Ich habe eigentlich überhaupt nicht geschlafen.
Gestern war der erste Tag meiner Orientierungseinheit-Woche. Um halb drei Nachts bin ich wieder zu hause gewesen und bin mehr oder weniger ins Bett gestolpert.
Unsere OE-Kleingruppe besteht aus 88 Leuten. Das nenn ich mal wirklich übersichtlich. Wir waren abends im Reit’s (oder so), allerdings nicht alle 88. Mindestens vier nette Menschen habe ich kennengelernt. Mit drei von denen bin ich dann noch ins Bolschoi gegangen, wo wir auf hohen Barhockern saßen und mir mit jedem Schluck Bier schlechter wurde. Meine Angst vom Barhocker zu kippen wuchs mit jeder Minute, aber ich hab dann doch durchgehalten. Zwar nicht bis zum Schluss, aber immerhin bis nach 2 Uhr.
Heute um 19 Uhr: Kneipenrallye. Klingt gefährlich, ja.











