Das war Haldern 2004.
August 8th, 2004Es war schmutzig, laut, schmerzhaft und dennoch schön.
Das Wetter hätte gar nicht besser sein können; soviel Sonne schien, soviel Staub wirbelte herum. Aber das alles ist besser als Regen. Zumindest auf einem Festival.
Die Zeit, in der wir nicht direkt auf dem Festivalgelände waren bzw. keine Bands anschauten/-hörten, nutzten wir, indem wir Bücher lasen und uns (zwangsweise) sonnten, denn auf dem Zeltplatz war weit und breit kein Schatten.
Wie auf jedem Festival waren die Toiletten mal wieder eklig. So eklig, dass ich bereits am zweiten Tag beim Pizza-Essen Horrorvorstellungen verfiel, was die Bakterien, die ich nach dem Dixie-Besuch ohne Händewaschen (weil keine Waschbecken vorhanden) bestimmt irgendwo dort eingesammelt habe, alles mit mir anstellen könnten. Meine Hände waren zum Teil schwarz vor Dreck. Und die Klamotten sowieso.
Auf dem Festivalgelände gab es glücklicherweise einige Toiletten-Anhänger-Wagen, aber auch dort sah ich mich der Gefahr der Ansteckung ausgesetzt, denn in diesen Anhängern bedeckte eine Schicht Flüssigkeit den Boden. Ich hoffe, es war nur Wasser.
Überall, wo ich mich hinsetzte, beschlichen mich irgendwann die Gedanken, dass dort schon jemand hinuriniert haben könnte und ich nun abermals irgendwelche Keime aufnehme. Aber so ist das nunmal.
Dass das Festival laut war, kann Niels am besten bestätigen; der verzeichnet jetzt nämlich auf seinem linken Ohr ein permanentes Rauschen und Piepen. Hoffentlich ist das kein Tinnitus.
Wie schlimm das jetzt auch alles klingen mag, so war das Haldern-Festival auch dieses Jahr wieder schön – zumindest musikalisch.
Neben Divine Comedy und The Soundtrack Of Our Lives, die ich schon einmal live gesehen habe, haben wir uns noch Keane, I Am Kloot, Paul Weller, Adam Green, Starsailor und Embrace angesehen. José Gonzáles, dEUS und Kings Of Leon haben wir wenigstens gehört. Diese gefielen mir aber nicht so.
Die Konzerte von Paul Weller, Divine Comedy (mit Orchester!) und Adam Green gefielen mir am allerbesten.
Eigentlich wollte ich mir noch Das Pop anschauen, aber dazu bin ich dann nicht mehr gekommen, weil mir die Füße und der Rücken gestern Nacht so sehr weh getan haben, dass ich kaum mehr stehen konnte.
Ich mag das Haldern-Festival. Dort gibt es die besten Bands (für meinen Geschmack).
Nun gut. Jetzt sind wir schon seit 14 Uhr wieder daheim, ich habe mich entkeimt und muss, glaube ich, erstmal eine Menge Schlaf nachholen.
6 Responses to “Das war Haldern 2004.”
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